Ratgeber: Wie kann ich Burnout besiegen?

Die Metapher „Burnout“ kommt aus dem Englischen und bedeutet, ausgebrannt zu sein. Eine Kerze, die heruntergebrannt ist, hat jeden Brennstoff verloren, ist klein und zerflossen, ihre Flamme ist verloschen oder kurz davor. Übertragen wir diese Vorstellung auf einen Menschen, der unter einschlägigen Symptomen leidet, sehen wir jemanden vor uns, der erschöpft ist, resigniert und nach langem Kampf in sich zusammenfällt.

Welche Berufsgruppen bergen ein Burnoutrisiko?

Viele Leute machen Burnout an der Berufsgruppe fest. Ärzte, die wie am Fließband Patienten abfertigen, Lehrer, die sich in großen Klassen mit pubertierenden Schülern abmühen oder Manager, die sich zwischen den Wünschen der Vorgesetzten, der Kunden und der Mitarbeiter aufreiben, zählen dazu. Nicht nur Stress am Arbeitsplatz, sondern auch die Überforderung durch zu hohe oder unklare Zielvorgaben spielt eine Rolle; ebenso gilt dies für die Strukturen, die ständig bedrohte Sicherheit des Arbeitsplatzes sowie die Arbeits- und Zeitorganisation. Wird man andauernd mit Problemen konfrontiert, welche schwierig zu lösen sind oder sich unvorhergesehen ändern, steigt die Wahrscheinlichkeit für Burnout ebenfalls erheblich. Überall, wo Privatleben und Job zu stark ineinander übergehen, wird die Entwicklung ebenfalls begünstigt.

Welche Persönlichkeitsstrukturen begünstigen die Entwicklung?

Jeder Mensch lebt in einem sozialen Umfeld, in welchem er Wünsche oder Ängste entwickelt, die unterschiedlich sind. Generell sind Betroffene häufig engagiert, ehrgeizig oder idealistisch, sie wollen eine Wirkung erzielen, sich geschätzt fühlen und erfolgreich sein. Dem gegenüber steht die Angst, zu versagen oder öffentlich der eigenen Fehler überführt zu werden. Dies zeigt schon die Angst vor Kritik im Allgemeinen. Die Stellung des Burnout-Bedrohten kann demnach sozial (Abfall in der Hierarchie), materiell (Verlust des Arbeitsplatzes und damit einhergehender Privilegien) oder idealistisch (Nichterreichen der eigenen Zielsetzungen) begründet sein.

Welche Symptome weisen auf Burnout hin?

Eine ständige Überforderung und Gereiztheit des Betroffenen oder Gefährdeten führt zu sozialen, intellektuellen, körperlichen und emotionalen Symptomen.
 
  • Soziale Symptome zeigen sich an vielerlei Problemen in beruflichen und sozialen Beziehungen, Abstumpfen oder sogar dem Verlust der Fähigkeit, sich auf andere einzustellen. Dies deutet sich auch an durch häufige Krankmeldungen oder das ständige Verschieben von Terminen, die soziale Kontakte beinhalten.
  • Mangelnde Entscheidungsfähigkeit, ständige Überforderung, Gedächtnisprobleme oder Konzentrationsschwächen und allgemeine geistige Lethargie (etwa Einfallslosigkeit) deuten als intellektuelle Symptome auf Burnout hin.
  • Hand in Hand mit den genannten Anzeichen gehen die emotionalen Symptome. Eine leichte Erregbarkeit, das Kritisieren anderer und allgemein eine geringere Belastbarkeit in sozialen Kontakten nach außen stehen Gefühle der Hilflosigkeit, Desillusionierung bis hin zu Selbstmordgedanken im Inneren gegenüber.
  • Typische körperliche Symptome sind Hörsturz und Tinnitus, die Unfähigkeit, zu schlafen, beziehungsweise ständige Erschöpftheit, Erkältungen, übermäßiger Genuss von Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Medikamenten oder sonstiger Stimulanzien sowie Probleme und Unlust im sexuellen Bereich.
 

Therapiemöglichkeiten des Syndroms

Burnout ist keine Krankheit und weist, wie beschrieben, verschiedene Symptome auf. Man sollte geeignete Strategien zur Bewältigung von Stress für sich persönlich finden. Zur Vorbeugung kann jeder sich auf seine Weise entspannen. Dazu helfen etwa
  • regelmäßiger Sport, der einem auch Spaß macht
  • Ruhe und Stille daheim
  • Treffen oder Gespräche mit Bekannten oder Freunden
 
Sind jedoch die Symptome offensichtlich, sollte man sich gezielt mit den individuellen Stress-Ursachen beschäftigen. Dazu muss zunächst die körperliche Spannung gelöst werden. Notwendig ist ein Urlaub oder eine Auszeit, in der man sich gezielt erholt. Hierzu können Massagen dienen, beispielsweise mit Vulkansteinen (Hot Stone), welche durch Wärme den gesamten Körper entspannt. Frauen genießen häufig Peelings oder andere kosmetische Behandlungen. Entschlackend wirken Saunagänge, wobei es verschiedenste Saunen gibt. Allerdings sollte man hier einen bestimmten Ablauf einhalten, um eine gute Wirkung zu erzielen. Dafür benötigt man einige Stunden. Nach einem gründlichen Duschen steht der erste Saunagang an, bei dem man ein Handtuch unter den entblößten Körper legt. Anfänger sollten nicht zu lange (circa zehn bis zwölf Minuten maximal) in der Sauna verbringen. Nach einer Abkühlung (Luft, kalte Duschen, Tauchbecken) sollte man einen Ruheraum aufsuchen, man kann zusätzlich ein warmes Fußbad nehmen. Die Ruhephase sollte mindestens so lange dauern, wie der Saunagang. Den Vorgang kann man wiederholen, allerdings nimmt der gesundheitliche Nutzen bei jedem Saunagang ab. Nach dem Saunieren muss man viel Wasser zu sich nehmen und kann zur Hautpflege Feuchtigkeit spendende Cremes benutzen. Zahlreiche auf Wellness spezialisierte Hotels, wie beispielsweise Residence von Dapper in Bad Kissingen, bieten verschiedenste, sinnvolle Entspannungsmöglichkeiten gegen den Alltagsstress an, der sich zum Burnout steigern kann.
Ist der Körper entspannt, sollten die eigenen Zielsetzungen und Erwartungen überprüft werden und realistisch gestaltet werden (Stichworte Perfektionismus, Idealismus). Dann sollten so viele Stressursachen im persönlichen Umfeld ermittelt und ausgeschaltet werden. Als letztes sollte der Betroffene sich klarmachen, dass er dieses Problem nicht selbst lösen kann und sich jede erdenkliche Unterstützung holen. Dazu sind Besuche bei Ärzten oder Therapeuten ein guter Weg.
 

Angebote

Bildnachweise

© Markus Hein / pixelio

© jarih / crestock